Kochen im Bus?

Wie richtet man einen Bus ein?

Da der Bus ein Wohnmobil werden soll, musste ich mir Gedanken über das Kochen im Bus machen. Grundsätzlich dachte ich mir, dass ich ja auch nicht zuhause in meinem Schlafzimmer koche, also kam das direkte Kochen im Bus nicht für mich infrage.

Nur wo soll ich sonst kochen?

Na ganz einfach, außerhalb vom Bus und trotzdem noch ganz nah dran. Dafür habe ich das Bettgestell genutzt. Da darunter ordentlich Stauraum ist, hatte ich vor, zwei Schubladen anzupassen, die nach hinten aus dem Kofferraum gezogen werden können.

Dazu habe ich mir Schwerlastschienen* besorgt. Die Schienen habe ich dann unten an die Längsstreben des Bettgestells geschraubt. Für die Schubladen habe ich mir Sperrholzplatten* im Baumarkt zuschneiden lassen. Die Platten haben eine Stärke von 15 mm, sind somit also auch recht schwer. Wer an Gewicht sparen möchte, sollte daher ein dünneres und leichteres Holz wählen. Pappelsperrholz* wäre eine gute Alternative.

Wenn es um das Ausmessen von Öffnungen geht, kann ich Dir einen Tipp geben: Bedenke, dass Du eventuell Deine Maße anpasst, solltest Du beispielsweise Schubladen bauen. Damit meine ich, dass die Dicke der Bodenplatte von der Höhe der Schubladen abgeht. Das ist so offensichtlich, wenn man mal darüber nachdenkt, dass das mit Sicherheit niemals jemandem passieren würde und schon gar nicht mir …

Nachdem ich dann also die einzelnen Teile der Schublade noch einmal mit der Stichsäge korrigiert hatte, habe ich die Platten Kopf an Kopf verschraubt. Jede Seite drei Schrauben* und dazwischen noch Holzleim*. Das sollte für die Ewigkeit halten. Generell beim Busumbau würde ich nicht an Schrauben und Material sparen. Lieber ein paar Euro mehr ausgeben und dafür länger Ruhe haben.

Die Schubladen habe ich dann an die Schwerlastschienen geschraubt und fertig waren meine tollen ausziehbaren Schubladen.

An der rechten Schublade habe ich oben noch eine Einfassung eingeschnitten, damit ich eine Platte auflegen kann. Diese Platte dient uns dann als Kochstelle. Wir können so bequem im stehen außerhalb vom Bus kochen und sind sogar noch vor Regen und Sonne geschützt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Essensgeruch nicht ganz in den Bus zieht. Zum Kochen habe ich einen Gasbrenner mit drei Flammen* besorgt. Eine Überlegung war es noch, einen Fuß für die Schubladen zum Ausziehen zu bauen. Die Schwerlastschienen und das Bettgestell sind jedoch so robust, dass dies nicht notwendig war. Wenn Du beispielsweise normale Schubladenschienen nehmen würdest, müsstest Du noch einen Fuß unter die Schublade stellen, wenn sie ausgezogen wird, da Dir sonst alles zusammenbricht.

An dieser Stelle möchte ich einen weiteren wichtigen Tipp geben: Bedenke die Schrauben, die Du benutzt haben könntest, um das Bettgestell mit den Winkeln an der Bodenplatte zu befestigen. Diese könnten gegebenenfalls Probleme beim Öffnen von Schubladen bereiten. Nachdem ich genau diese Schrauben dann ein Stück weiter im Boden versenkt hatte, konnten die Schubladen auch etwas geschmeidiger geöffnet und geschlossen werden.

So ein Busumbau verlangt doch ein wenig Mitdenken. Dadurch erspart man sich hintenraus einiges an Mehrarbeit und auch Mehrkosten.

Das Gas und seine Verwendung

Ich habe vor, eine 11 kg Gasflasche* mit auf unsere dreiwöchige Norwegenreise zu nehmen. Diese ist zu groß, um sie in der Schublade mit dem Gasbrenner zu legen, und würde auch zu viel Platz wegnehmen. Da ich mich zuvor dazu entschlossen habe, die ursprüngliche Kühlbox auszutauschen und die neue Kühlbox leider zu groß ist, um sie in der dafür angefertigten Konstruktion anzubringen, wurde ein Platz frei. Diesen Platz kann ich perfekt mit der Gasflasche füllen. Die neue Kühlbox* ist deutlich größer als die Alte. Zudem verfügt sie über einen 12 V, einen 220 V und einen Gasanschluss. Da mir die Kühlbox irgendwann die Versorgerbatterie leersaugen würde, habe ich mich für die Versorgung mit Gas entschieden. Während der Fahrt wird die Kühlbox einfach über die Versorgerbatterie betrieben. Wenn wir unser Lager aufschlagen, nehme ich die Kühlbox und die Gasflasche aus dem Bus und stelle sie regengeschützt draußen auf. So haben wir immer kühle Lebensmittel und keine Probleme mit dem Gas im Inneren. Wie weit wir mit einer 11 kg Gasflasche kommen werden, bleibt abzuwarten. Leider benutzen wir in Deutschland andere Anschlüsse, wie in scheinbar jedem anderen EU Land. Es gibt zwar Adapter* im Internet zu kaufen, es ist jedoch fraglich, ob diese auch die Richtigen sind. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, mir in Norwegen einen Adapter zu besorgen. Dann weiß ich, dass er passt und ich jederzeit unsere Gasvorräte auffüllen kann, ohne eine zweite Gasflasche laden zu müssen.

Die Inneneinrichtung

Um etwas Wohnzimmeratmosphäre zu schaffen und uns gleichzeitig vor Licht und auch Kälte zu schützen, habe ich mich für Vorhänge entschieden. Die Vorhänge, bestehend aus unserer alten Schlafzimmereinrichtung, hatte ich noch im Keller. Dankenswerterweise ist meine Mutter fit an der Nähmaschine und bot sich an, mir die Vorhänge umzunähen. Als Aufhänger habe ich mir von Bus-ok.de zwei Gardinenspannbänder besorgt.

Bilder der Gardinen folgen in Kürze.

Viel mehr Inneneinrichtung wird der Bus auch nicht haben, da dies nur wieder zusätzliches Gewicht bedeuten würde. Auf das Bett kommen noch ein paar schicke Kissen. Das zusammen mit angenehmem Licht, wird schon für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Es bleibt noch abzuwarten, Was Misses Campisfaction zu Einrichtung sagt. Dazu hat sie auch ein besseres Händchen für optische Details.

Ein weiteres, wenn auch nicht ganz so schickes Highlight, sind die zwei Aufbewahrungssysteme* auf der Rückseite der vorderen Sitzbank. Sie bieten eine Menge Platz für diversen Kleinkram. Eins der beiden System werde ich für Erste Hilfe Material und Kosmetikartikel freihalten.

Wie würdest Du den Bus einrichten? Oder denkst Du eher spartanisch und praktisch?

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