Die Seiten- und Deckenverkleidung

Da ich die komplette Seiten- und Deckenverkleidung raus gemacht habe, musste ich mir nun überlegen, wie ich das alles wieder verkleiden kann. Mein Lieblingsmaterial ist Holz. Die Optik ist schön und die Verarbeitung macht Spaß. Das Gewicht ist beim gesamten Camperumbau zu beachten, so auch bei der Verkleidung. Nach einer Recherche viel meine Wahl auf Fichte. Ein leichtes aber robustes Weichholz. Zudem ist es sehr schön anzuschauen und riecht gut. Nur leider hat mich der Mitarbeiter im Baumarkt falsch beraten und es war Kiefernholz dort eingeräumt, wo eigentlich Fichte stehen sollte.

Das war halb so wild, denn Kiefer ist ähnlich wie Fichte. Mein ursprünglicher Plan war es, Quer- und Längsstreben an der Decke und den Seitenteilen anzubringen. Aus finanziellen und auch Gewichtsgründen entschied ich mich dann aber dann dazu, lediglich den Rahmen aus Kiefer zu bauen und den Rest mit Pappelsperrholz* zu verkleiden. Pappelsperrholz ist sehr leicht, es wird auch im Modellbau genutzt, und zudem flexibel und robust. Im Baumarkt lies ich mir die einzelnen Platten zuschneiden. Eine Stärke von 4 mm für hinten und 9 mm vorne hielt ich für ausreichend.

Um nicht unnötig in die Karosserie bohren zu müssen, besorgte ich mir kurzerhand eine Nietmutternzange*. Das hatte ich glücklicherweise in einem Blogbeitrag zuvor gelesen. In der Seite und der Decke des Busses befinden sich bereits einige Löcher von Werk aus. Diese nutzte ich und nietete einfach die passenden Muttern* rein. Nachdem das erledigt war, fing ich an, die Seiten- und Deckenteile anzupassen.

Um mir Schablonen anzufertigen, nutzte ich wieder die guten alten Umzugskartons. Mit Schablone und Bleistift übertrug ich die Schnittlinien auf das Pappelsperrholz und sägte die Teile mit der Stichsäge* zu. Hier ist es extrem wichtig, genau zu arbeiten und darauf zu achten, wie man die Schablone anlegt, damit später nicht die falsche Seite nach außen zeigt, nicht das mir das jemals passiert wäre -.-

Die Schnittkanten schliff ich noch einmal mit groben Schleifpapier* ab, damit später keine Holzsplitter abstehen. Die Seiten- und Deckenteile verschraubte ich nun mit kleinen Edelstahlschrauben* in dem Rahmen, den ich zuvor angebracht hatte. Da später noch Lampen eingefasst werden müssen, habe ich die einzelnen Platten noch nicht miteinander verschraubt.

Eine Besonderheit boten mir Fahrer- und Beifahrertür. Denn wie bereits im Beitrag über die Isolierung erwähnt, konnte ich die Isolierung noch einfach innen aufs Blech kleben, da ich sonst die Seitenfenster nicht mehr hätte öffnen können. Nachdem ich die Öffnungen für Fensterkurbel und Türgriff geschnitten hatte, konnte ich die Seitenverkleidung entspannt auf das Armaflex* legen und als Schablone nutzen. Das Armaflex musste ich dann nur noch auf die Seitenteile kleben und die passenden Bohrlöcher setzen. Hier musste ich dann doch zwei Mal in die Tür bohren, da keine passenden Löcher vorhanden waren. Solange keine Feuchtigkeit an die Bohrlöcher kommt, sehe ich auch keine Bewandtnis, gegen Rost vorzubeugen. Wichtig war mir hier auch, dass ich die Verkleidung jeder Zeit wieder entfernen kann, damit dahinter durchzuführende Arbeiten möglich sind und nicht jedes Mal die Verkleidung zerstört werden muss.

Nachdem die Seiten- und Deckenverkleidung nun angebracht ist, muss ich nur noch alles mit Klarlack* überziehen. Das ist zum einen zum Konservieren des Holzes gedacht und zum anderen auch als Schutz vor Holzsplittern. Dieser Arbeitsschritt steht mir noch bevor, steht aber nicht ganz oben auf der To-do-Liste. Am 05.09.2019 startet unsere erste dreiwöchige Reise nach Norwegen. Bis dahin ist noch einiges zu tun und nicht mehr viel Zeit. Deswegen muss ich mich eher auf essentielle Sachen, wie Bett und Küche kümmern. Es bleibt spannend! Schau wieder vorbei, um zu sehen, ob ich es schaffe, Bruno den Bus bis zum 05.09 reisefertig zu bekommen.

Hier siehst Du mein vorläufiges Arbeitsergebnis:

Auf dem letzten Bild siehst Du, dass ich bereits mit dem Bettgestell begonnen habe. Im nächsten Beitrag werde ich Dir einen aktuelleren Stand aufzeigen können und Dir genau beschreiben, wie ich das Bettgestell und die Küche gebaut habe.

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Verwendete Materialien und Werkzeug:

  • Stichsäge von Bosch
  • Cuttermesser von Makita
  • zwei Böcke
  • Zimmermannsbleistift
  • diverse Kiefernleisten 4mm dick
  • Pappelsperrholz 4 mm und 9 mm dick
  • Umzugskartons

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