Die Heizung

Da der Camper für einige Zeit unser zuhause sein wird, möchte man es natürlich auch schön gemütlich haben. Unsere erste Reise führt uns drei Wochen nach Norwegen. Im September kann es dort nachts unter Umständen auch bereits gegen 0 Grad haben. Wir treten die Reise zu dritt an. Misses Campisfaction, Tochter Campisfaction und meine Wenigkeit. Unsere Tochter wird während unserer Reise sieben Monate alt.

Ihr Alter macht mir noch ein wenig zu schaffen, da ein Baby doch etwas anders mit „extremen“ Wetterbedingungen umgeht, als ein Erwachsener. Bis vor Kurzem bin ich noch davon ausgegangen, dass der Bus eine Diesel Standheizung hat. Neulich in der Werkstatt meines Vertrauens stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei der fälschlicherweise als Standheizung vermuteten Apparatur um einen Zuheizer handelt. Dieser ist eigentlich nur dafür gedacht, dass der Dieselmotor nicht so lange vorglühen muss und schneller gestartet werden kann. Diesen Zuheizer könnte man auch als Standheizung umrüsten, was jedoch mit einem enormen Aufwand verbunden wäre. So kurz vor unserer Abreise ist das leider nicht mehr möglich, weshalb ich mir nun anderweitig Gedanken um das Heizen machen musste.

Die Heizung

Heizen mit Gas im Camper kommt für mich nicht so wirklich in Frage. Die Gefahr, dass CO in einer gefährlichen Konzentration austritt und die Familie Campisfaction im Schlaf auslöscht, ist mir zu groß. Zwar habe ich einen CO Warner installiert, das Risiko ist mir aber einfach zu hoch. Ich habe für den Fall, dass wir kurz vor dem Erfrieren sein sollten, einen Aufsatz für den Gaskocher besorgt, mit dem man problemlos im Inneren heizen können soll. Eine Gasheizung vom Fachmann eingebaut, wäre mir durchaus recht, nur leider reicht die Zeit dafür nicht aus. Eine weitere Idee, die ich glücklicherweise in einem Instagram Post gelesen habe, ist das Heizen in einem Dutch Oven* mit heißen Steinen. Im abendlichen Lagerfeuer werden Steine erhitzt und diese dann im Dutch Oven* platziert. Der Dutch Oven* speichert die Wärme und heizt das Innere des Busses. Schauen wir mal, wie sich diese Heizform in der Praxis bewährt. Eine Überlegung war es, extra Saunasteine* zu kaufen und mitzunehmen. Diese würde jedoch wieder Platz wegnehmen und zusätzliches Gewicht bringen, das besser genutzt werden kann.

Die Isolierung

Der Mechaniker meines Vertrauens belächelte ein wenig meine Isolierung mit Armaflex* und gab mir einen Denkanstoß. Was bringt eine super Isolierung an der Karosserie, wenn die Fenster nicht isoliert sind? Ehrlich gesagt, hatte ich mir dafür vorher keine Gedanken gemacht, obwohl es doch so naheliegend ist. Um dieses Problem zu lösen, habe ich Thermo Matten* für die Fenster gekauft. Diese werde mit Saugnäpfen von innen befestigt und können problemlos wieder entfernt werden. Die Matten sollen sowohl die Kälte fernhalten, als auch die Hitze.

Bisher hatte ich auch nur die großen Flächen mit Armaflex* isoliert. Für die ganzen Holme habe ich Klebeband von Armaflex* gekauft.

Zuvor habe ich mit handelsüblichem Panzertape* die Löcher in der Karosserie verklebt.

Darüber kam das Armaflex*. Und über das Armaflex* kommt später noch etwas ganz Besonderes. Dabei wird mir meine Mutter helfen. Du kannst gespannt sein, was wir über das Armaflex* machen werden. Abboniere unbedingt meinen Newsletter, damit Du das nicht verpasst.

Um der Kälte Herr zu werden, haben wir uns mit guten Schlafsäcken* eingedeckt, die zwischen 0 und 5 Grad Wohlfühltempepratur liegen. Dazu haben wir noch Thermounterwäsche* aus Merinowolle für Misses und Tochter Campisfaction besorgt. Für mich habe ich auch lange Unterwäsche eingepackt, ich gehe jedoch nicht davon aus, dass ich sie brauchen werde.

Es bleibt abzuwarten, welche Temperaturen uns erwarten und wie die Nächte werden.

Kommenden Sonntag werden wir eine Probenacht im Bus verbringen, bei etwa 12 Grad. So können wir erste Erfahrungen sammeln und einschätzen, wie es in Norwegen für uns wird.

Was gibt es überhaupt für Heizmöglichkeiten in einem Camper?

Die Standheizung

Die einfachste Lösung ist es natürlich, wenn der Bus bereits eine Standheizung* eingebaut hat. Es gibt welche, die Benzin betrieben werden und welche, die mit Diesel betrieben werden. Wenn irgendwann Dieselfahrverbote flächendeckend einführt werden, hat sich das Thema schon mal erledigt, weswegen ich eher einen Benziner neu anschaffen würde. Die Standheizungen gibt es teilweise von Werk aus, können aber auch nachgerüstet werden. Die Kosten liegen hierbei im niedrigen vierstelligen Bereich.

Die Gasheizung

Gasheizungen* im Inneren erfordern eine Zwangsbelüftung. Prinzipiell ist heizen mit Gas effektiv und kostengünstig. Die Gasheizungen gibt es bereits ab einem niedrigen dreistelligen Betrag. Bei Gas ist immer eine gewisse Vorsicht geboten. Wer die Heizung jedoch vom Fachmann einbauen lässt und sorgsam damit umgeht, muss sich keine Gedanken machen.

Die Elektroheizung

Elektroheizungen* sind in größeren Wohnmobilen gängig. Diese werden auf dem Campingplatz einfach an den Landstrom angeschlossen und das Heizen ist problemlos möglich. Wenn keine externe Stromquelle verfügbar ist, muss eine Alternative her. Eine zweite Batterie ist hierfür unerlässlich, die jedoch auch geladen werden muss und unter Umständen sehr schnell leer ist. Heizen mit Strom würde für mich nur infrage kommen, wenn ich Zugang zu einem externen Stromnetz habe. Dafür müssten wir aber ständig auf dem Campingplatz stehen und mir steht eher der Sinn nach freier Natur.

Der Holzofen

Ein Holzofen* im Camper? Ja, das geht. Dieser sollte aber auf jeden Fall vom Fachmann eingebaut werden, damit der ganze Rauch nicht ins Camperinnere zieht. Ein Nachteil vom Heizen mit Holz ist, dass man entweder immer Holz mitnehmen muss und sich so kostbaren Platz im Camper nimmt, oder auf das Holz in der Umgebung angewiesen ist, was teilweise nicht vorhanden ist und auch mal nass sein kann.

Fazit

Die Form der Heizung muss zum jeweiligen Vorhaben passen. Wenn Du sowieso nur auf Campingplätzen bist, ist die Elektroheizung vermutlich genau das Richtige für Dich. Wenn Du völlig autark unterwegs sein willst, spricht das eher für eine der anderen Heizungen. Wenn Du wie wir, keine Heizung hast, dann musst Du eben kreativ werden. Wenn wir erste Erfahrungen mit unserem Dutch Oven* gesammelt haben, werde ich einen Sonderbeitrag veröffentlichen. Ich freue mich auf unser abendliches Lagerfeuer und bin guter Dinge, dass wir überhaupt keine Heizung brauchen werden, da wir uns zu dritt schon gegenseitig wärmen können.

Welche Heizung ist Dein Favorit?

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